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Latium - Sperlonga - Gaeta

Aktualisiert: 20. Feb. 2023

Wir verlassen die Toskana und fahren ins Latium. Am Abend erreichen wir einen ruhigen Platz am Meer in der Nähe eines Klettergebiets. In der Früh brechen wir auf, die Anfahrt präsentiert sich herausfordernder als gedacht. Die auf Maps so schön aussehende Straße wird zu einem holprigen Schotterweg mit riesigen Schlaglöchern. Die Fahrt wird dadurch noch langsamer als sonst, aber wir kommen voran und sehen in der Ferne schon die Felsen. Das Gebiet bietet eine große Anzahl an Routen, inmitten eines riesigen Weide- und Vogelbrutgebietes. Über uns sehen wir Falken und andere imposante Vögel, während in der Ferne zwischen den Hügeln das Meer herausblitzt. Wir sind ganz allein da, was am kühlen Wind liegen könnte. Der Fels ist meistens sehr rau und griffig. Am Abend machen wir uns auf den Weg weiter Richtung Süden, nach Sperlonga, knapp oberhalb von Neapel.

 
 

Am heutigen Parkplatz angekommen, sehen wir uns das Video "Petzl Legend Tour Italia - Sperlonga" an, in welchem wir einige eindrucksvolle Routen bewundern. In dem Gebiet peilen wir vier Spots an, Monte Moneta, Sperlonga, Montagna Spaccata und Spiaggia Dell' Arenauta.

 

Monte Moneta

Wir brechen nach dem Frühstück auf und erfreuen uns über den kurzen Zustieg. Die eindrucksvolle Wand ist bereits vom Parkplatz bei "Da Guido" aus zu sehen. Je näher wir dieser Felswand kommen, desto mächtiger wird sie. Der Sektor hat viele überhängende Routen. Wir wählen einige Aufwärmtouren aus bevor wir eine stärker überhängende Route ins Auge fassen. In dieser können wir einige eindrucksvolle Schnappschüsse ergattern, Adrenalinkick inklusive. Die Wand loszulassen und dann aus dem Überhang über den Abgrund zu pendeln erfordert Mut. Das Gebiet ist vor allem durch die Lage (ideales Winterklettergebiet) und den schönen Sonnenuntergang ein voller Erfolg. Viel zu spät steigen wir wieder zum Parkplatz hinunter.

 
 

Sperlonga Cliffs

Das zweite Gebiet sehen wir auch schon von unserem Parkplatz bei "Da Guido" aus und wirkt zunächst etwas weiter weg. Durch den vorwiegend flachen Zustieg über die Hauptstraße und dann kurz steil hinauf, erreichen wir das Gebiet jedoch schneller als gedacht. Die Sonne ist an dieser Südwand bereits sehr kräftig und wir freuen uns über ein angenehmes Lüftchen. Wir wählen einige Sektoren aus unserem Kletterführer aus und erfreuen uns am warmen Fels, mit ein paar anderen Kletterbegeisterten. Heute ist mehr los, denn das Wohenende mit Traumwetter lockt die Kletterlocals an die Wände. Im Hintergrund rauscht das Meer und wieder kommen wir in den Genuss von einem dieser berühmten Sonnenuntergänge.

 
 

La Montagna Spaccata/ Gaeta

Am Abend sitzen wir bei einem Bier in der Bar "Da Guido" und planen die Mehrseillänge in Gaeta. In der Früh entscheiden wir uns nach einem morgendlichen Kaffee & Croissant, mit dem Rad hinzufahren. Die Radfahrt dauert gemütliche 40min und wir sind froh über die Entscheidung, da hier entweder sehr wenig Platz ist oder die Parkplätze teuer sind. Nach weiteren 5-10min zu Fuß, an Klöstern und historischen Stätten vorbei, erreichen wir unseren Abseilstand. Um zum Einstieg zu gelangen, seilen wir zuerst ab, bis wir auf einem kleinen Platteau knapp über dem Meer landen. Das bedeutet, dass wir die Route klettern müssen, denn einen anderen Weg hoch gibt es nicht. Die Stimmung beim Einstieg ist einzigartig, unter uns tost das wunderschön blau schimmernde Meer und über uns bewundern wir unsere Route "La Croce del Sud". Wir haben eine kontinuierlich senkrechte Kletterrei mit kleinen Überhangpassagen ausgewählt. In der letzten Seillänge merken wir die letzten intensiven Klettertage in unseren Fingern und Unterarmen schon recht deutlich. Der raue und scharfe Fels hat die Haut kontinuierlich dünner und empfindlicher werden lassen. Wir freuen uns, als wir oben ankommen, werfen einen letzten Blick zum Meer hinab und genießen unsere wohlverdiente Jause. Danach machen wir uns wieder auf den Heimweg über die Hügel zu "Da Guido".

 
 

Spiaggia Dell' Arenauta

Wir freuen uns bereits sehr auf diesen Klettertag, da die Routen diesmal direkt an einem Sandstrand liegen. Wir radeln wieder mit unseren Rädern. Am Vortag sind wir am Weg zu unserer Mehrseillänge beim Parkplatz unseres heutigen Spots vorbeigefahren und haben bemerkt, dass die Anreise mit dem Rad dorthin sehr praktisch ist. Die Sonne hat an dieser Wand schon große Kraft und wir entscheiden, den heutigen Klettertag etwas früher zu beenden und wagen einen Sprung ins kühle Meer. In der noch hoch stehenden Sonne genießen wir die warmen Sonnenstrahlen. Wir haben ein Paradies gefunden und werden sicherlich wieder kommen.

 

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