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Griechischer Fels

In Griechenland peilen wir einige Kletterspots an, in welche wir euch einen kleinen Einblick geben wollen. Was wir also so lange in Griechenland getan haben:


Meteora

Meteora ist unser erstes Gebiet in Griechenland und wir müssen uns gleich einmal auf eine neue Gesteinsart, den Konglomerat, einstellen. Dieser ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da die kleinen und großen Kiesel, welche nur durch noch kleinere Kiesel zusammengehalten werden, sehr instabil wirken. Wir gewöhnen uns nach einer Tour etwas an die kleingriffigen Wände mit utopischen Hakenabständen und wählen Touren aus unserem Kletterführer aus. Man klettert hier auf den Spuren der Klettermönche, welche bis zum 5. Grad frei geklettert sind, um die beeindruckenden Klöster auf den Spitzen der Türme zu bauen.

 
 

Das Wetter ist auf unserer Seite und wir klettern jeden Tag eine Mehrseillänge mit Blick auf die unglaublichen Klöster und die grünen Täler. Die Zustiege meistern wir mit unseren Rädern, was am Weg zum Einstieg bergab sehr angenehm ist, die Fahrt zurück mit ca. 40 min bergauf aber schon sehr anstrengend werden kann.

 
 

Ein Highlight war auf jeden Fall die Tour auf die „Spindel“. In einer oder zwei Seillängen kommt man zur Spitze des heikel aussehenden Felsturmes und kann die Spitze allein genießen, 50m freihängend Abseilen hat auch was für sich.

 
 

Varasova - Kryoneri

In diesem Gebiet suchen wir uns eine Mehrseillänge für eine Sonnenuntergangstour. Es ist spürbar wärmer als in Meteora, doch das bringt die Gewittergefahr mit sich. Zwei Tage warten wir gespannt auf den perfekten Zeitpunkt, um an der trockenen Wand klettern zu können. Wir starten gegen späten Nachmittag, um zum Sonnenuntergang ganz oben zu sein. Unser Timing ist perfekt und wir erreichen unser Top zur richtigen Zeit.

 
 

Die Dämmerung ist schneller als gedacht und wir seilen ab der Hälfe mit den Stirnlampen ab. Die Tour war ein voller Erfolg und nach Meteora hat sie wieder Selbstbewusstsein gebracht.


Leonidio

In Leonidio besorgen wir uns am ersten Tag den Kletterführer der Region und wir sind überwältigt von den Möglichkeiten. Wir wählen für jeden Klettertag einen neuen Klettersektor und sind begeistert von den unterschiedlichen Routen.

 
 

Die Zustiege sind hier meist sehr kurz, was sehr angenehm für uns ist. Die meisten Sektoren erreichen wir mit dem Fahrrad, wodurch wir unsere Elke entspannt am Parkplatz beim Strand stehen lassen können.

 
 

Auf unserem Parkplatz, wo die Klettercommunity steht, entstehen schnell neue Freundschaften und wir klettern gemeinsam. Außerdem gibt es dort einen Tennis- und Basketballplatz und Toiletten zur freien Benützung. So verstreichen die Tage und Wochen. Ein paar Nächte verbringen wir auch auf der Felskante hoch über Leonidio, die Aussicht und die einsamen Klettersektoren sind überragend.

 
 

Vlychada

In Vlychada haben wir kein Netz, eine wunderschöne Bucht und den Klettersektor mit 1 Minute Zustieg direkt nebenan. Das Flair überwältigt uns dermaßen, dass wir hier eine ganze Woche verbringen. Die Kletterwand ist am Vormittag in der Sonne und am Nachmittag im Schatten, was ein entspanntes Aufwachen und Frühstücken ermöglicht. Wir beenden unseren Tag hier meistens mit einem Sprung ins kühle Nass und einer Yoga Session.

 
 

Kyparissi

Hier treffen wir auf unsere Freunde aus Leonidio und feiern am ersten Abend gleich mal in der großen Gruppe in der Taverne den Geburtstag von Luki nach. Unsere Elke steht hier direkt mit Blick auf das Meer. Am nächsten Tag geht’s gemeinsam zu unserem ersten Sektor. Wir dürfen uns das Motorrad von Xavier ausborgen und damit zum Klettern fahren. Der Sektor begeistert uns sehr, sodass wir hier am nächsten Tag nochmal herkommen. Die Restdays verbringen wir mit Acroyoga, Fischsessions und Standuppaddle Touren. Am Abend wird meistens in der großen Gruppe gekocht und jede*r steuert ein paar Zutaten zum Essen bei.

An einem Tag fahren wir gemeinsam zu fünft nach Kapsala, ein Gebiet 30min nördlich von Kyparissi, um dort eine Mehrseillänge mit Meeraussicht zu klettern. Beim Abstieg kommen wir bei einem Wildschwein vorbei, das von der Klippe gestürzt ist, es stinkt schon aus weiter Entfernung. Wir klettern zu zweit und die Jungs bilden eine Dreierseilschaft hinter uns.

 
 

Am nächsten und vermeintlich letzten Tag testen wir dann noch einen weiteren Sektor mit dem klingenden Namen Babala und dem wahrscheinlich längsten Zustieg in diesem Gebiet. Wir sind uns zunächst nicht sicher, ob das Gebiet die 45-minütige Wanderung wert ist, testen es aber auf Empfehlung mehrerer Kletterer*innen, schließlich sollen hier fast ausschließlich King-Lines gebohrt sein.

 
 

Wir sind begeistert und verstehen nun so halbwegs den Aufwand für den Zustieg. Unseren letzten Abend verbringen wir dann nochmal in der Taverne und schlagen uns die Bäuche nach dem erfolgreichen Klettertag so richtig voll. An unserem Abreisetag nehmen wir noch einen der schöneren Tufaklettersektoren mit und schließen mit den schönsten Tufarouten in gemütlichen Schwierigkeitsgraden ab, bevor wir uns verabschieden und in den Norden fahren.


Nea Iraklista

Am Weg von Thessaloniki in die Türkei juckt es uns schon wieder in den Fingern und wir wählen dieses Gebiet, welches am Weg liegt, aus. An manchen Tagen soll man hier sogar Delfine sehen können. Wir sind hier zufällig an einem Sonntag und haben das Glück, ein Guidebook in Form eines Locals zu haben. Wir bekommen hier mehrere schöne Routen empfohlen und verbringen einen entspannten Tag mit Meerblick.


Das nächste Klettergebiet wird in der Nähe von Antalya in der Türkei sein.

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